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Die Ehrlichiose der Hunde
Die Ehrlichiose ist eine bakteriell bedingte
Krankheit die im gesamtem Mittelmeerraum vorkommt.
Sie hat auf Mallorca bei weitem nicht die Verbreitung
und Bedeutung wie die Leishmaniose, sollte aber,
besonders nicht eindeutigen Leishmaniose-Laborbefund
als mögliche andere Krankheitsursache in
Betracht gezogen werden.
Die Symptome der Erkrankung hängen von
den den jeweiligen Ehrlichiosearten und damit
den jeweilig befallenen Organen ab. Oft sind
es nur unspezifischen Krankheitsanzeichen, wie
hohes, wiederkehrendes Fieber, Appetitlosigkeit,
Gewichtsverlust und blasse Schleimhäute.
Im weiteren Verlauf können vermehrtes Nasenbluten
oder Gliedmaßenödeme (Wasseransammlungen
in den Beinen) auftreten. Bei schweren Verlaufsformen
treten neben den genannte Anzeichen weitere
Symptome auf, wie Autoimmunstörungen, Gehirn-
und Gehirnhautentzündungen mit epileptiformen
Anfällen, wie andere neurologischen Symptomen
können ebenso auftreten wie Muskelentzündungen,
-schwäche und in fortgeschrittenen Fällen
Muskelschwund mit Gelenkschmerzen beobachtet.
In seltenen Fällen sind Veränderungen
der Augenfarbe und zum Erblinden zu beobachten.
Das Erreger-Resevoir stellen infizierter Hund
oder Nagetiere dar. Zecken, die sich zuvor bei
einem erkrankten Tier infiziert haben, übertragen
die Erreger bei einem folgenden Biss mit ihrem
infizierten Speichel.. Viele Tierbesitzer haben
schon beobachtet, dass es neben in Deutschland
bekannten Zecken hier eine kleinere, dunklere
Zecke, die braune Hundezecke (Rhipicephalus
sanguineus) vorkommt. Diese wird hauptsächlich
für die Übertagung der Ehrlichiose
im Süden verantwortlich gemacht. Im Gegensatz
zur Leishmaniose, bei der sich die Infektionsgefahr
auf die Sommerzeit, in der die übertragenden
Stechmücken aktiv sind, begrenzt, besteht
bei der Ehrlichiose eine ganzjährige Infektionsgefahr
Die Diagnose erfolgt durch eine Blutuntersuchung.
Durch den Nachweis Ehrlichiosespezifischer Antikörper
kann eine vorliegende Infektion festgestellt
werden.
Die Therapie besteht aus der Gabe geeigneter
Antibiotika über 2 bis 3 Wochen. Ein Behandlungserfolgt
stellt sich meist schon nach wenigen Tagen ein..
In schweren, fortgeschrittenen Fällen können
begleitende stabilisierende Maßnahmen
bis hin zur Bluttransfusion nötig sein.
Ein Impfung gegen die Ehrlichiose ist nicht
verfügbar. Die im Handel angebotenen wirksamen
Zeckenschutzpräparate in Form von Halsbändern
oder Ampullen bieten meist einen guten Schutz
gegen den Zeckenbiß und damit eine Infektion.
Lassen Sie sich von ihrem Tierarzt über
die geeigneten Präparate beraten.
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